header

Planung

Therapieplanung. Worum geht es bei einer Therapie. Geht es um die Beseitigung von Diagnosen? Nein, es geht bei Beschwerden am Bewegungsapparat darum, dass Menschen ihre Schmerzen verlieren und ihre Funktion (soweit das möglich ist) wiedererlangen. Dazu bedarf es

a) der Einsicht der Betroffenen, dass sie selbst etwas tun müssen,

b) oft einer kompetenten Unterstützung durch Bewegungsspezialisten. Das sind in aller Regel Physiotherapeuten. 

c) Gemeinsamer Konzepte: Patient, Methode, Physiotherapeut und Arzt müssen das Gleiche wollen.

d) Alle Beteiligten sollten neben dem Gedanken an die Beseitigung akuter Schmerzen auch daran denken, dass eine Therapie dann besonders gut ist, wenn sie dafür sorgt, dass ein nachhaltiger Erfolg erreicht wird, d.h., dass der ehemalige Patient in der Lage ist, dafür zu sorgen, dass sein guter, schmerzfreier Zustand dauerhaft anhält.

Nicht immer gelingt das ohne weitere Hilfe. Arthrosen kann man z.B. nicht heilen. Man kann aber helfen, dass die Arthrose ruhig bleibt, sich also nicht zur Arthritis entwickelt. Wenn sie das dennoch tut, kann man mit Cortisonspritzen kurzfristig und mit pflanzlich-homöopathischen Mitteln oder mit Hyaluronsäure oft auch mittel- und langfristig in vielen Fällen für eine Verbesserung der Lebensqualität sorgen. Die Wirkung dieser Spritzen ist bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Der Bereich ist also „Erfahrungsmedizin“ und ich finde: was spricht gegen die Nutzung eines Placebo-Effekts. Ein guter Arzt sollte grundsätzlich auch etwas Placebohaftes haben, also mit seiner Art und seinem Wissen überzeugen, oder?